Fünf der Kelche – Enttäuschung

Problematische Beziehungen, verlorenes Gleichgewicht


Das Prinzip der Enttäuschung will uns auf ein Fehlverhalten oder auf eine Fehleinschätzung hinweisen, die uns mit Niedergeschlagenheit und Zorn erfüllt.


Fünf der Kelche - Enttäuschung
Enttäuschungen sind dazu da, Veränderungen zu bewirken, damit wir unseren eingeschlagenen Weg weitergehen können. Negative Erfahrungen in der Vergangenheit beeinflussen unser Verhalten, das uns in unserer Weiterentwicklung behindert. Die Situation, die wir gerade erleben oder auf die sich unsere Frage bezieht, wird sich nicht nach unseren Wünschen richten. Übernehmen wir aber die Verantwortung für unsere Enttäuschungen, dann sind wir in der Lage zu erkennen, welche Wunden uns im Wege stehen, und können damit alte Verletzungen heilen. Zu diesem Zweck erschaffen wir uns immer wieder die selben Erfahrungen, in denen wir Enttäuschung und Schmerz erleben. Wenn wir diese Gefühle der Enttäuschung bewusst zulassen und ernst nehmen, erhalten wir die Möglichkeit, etwas über uns zu lernen.

Affirmation

Indem ich meine Selbsttäuschung erkenne, öffne ich mich für die Heilung alter emotionaler Wunden.

Positiv

Etwas in uns will uns darauf aufmerksam machen, dass die Heilung einer inneren Wunde für uns wichtig ist. Das ist nur durch Sichtbarmachen dieser Wunde möglich. Unser Unterbewusstsein übernimmt in diesem Prozess die Aufgabe, so lange entsprechende Situationen und Ereignisse anzuziehen, bis wir erkennen, wie wir sie verursacht haben. Indem wir unser Verhalten erkennen, können wir es ändern, weil wir dann entscheiden können, es nicht mehr zu tun – oder erst recht. Dieser Prozess verlangt Selbstverantwortung und Wachsamkeit.

Negativ

Alte Verletzungen, die wir in uns tragen, können so lange nicht heilen, wie wir sie nicht erkennen wollen oder sie verleugnen. Damit wehren wir das damit verbundene Lebensthema ab. Wir wehren uns dagegen, indem wir den Schmerz betäuben oder ihn ignorieren. Das bewirkt jedoch einen ständigen inneren Kampf, der uns ausgesprochen viel Energie raubt und uns immer wieder neu begegnet. Der erste Schritt uns davon zu befreien besteht in der mutigen Annahme der Verantwortung für unser Verhalten.