XV Der Teufel

Selbstbestimmung, Sinnlichkeit, Lebenskraft


Diese Karte zeigt auf die grossen Fähigkeiten, die wir in uns tragen, um unser Leben zu meistern und zu gestalten. Dabei dominieren die Freude und der Humor des Pan.


XV Der Teufel
Der Tarot-Teufel symbolisiert nicht das Böse, er stammt aus der griechischen Mythologie und symbolisiert Pan, den Gott der Freude und Sinnlichkeit. Der Pan schmunzelt über die Menschen, denn er weiss, dass der Mensch ein Meister der materiellen Welt ist und sich seine Umstände im greifbar-irdischen Bereich selber materialisieren kann. Der Pan symbolisiert Sexualkraft und Zeugungskraft – unsere Lebenskraft und Lebensenergie. Damit können wir unser eigenes Leben positiv gestalten oder unsere Zeugungskraft in sexuelle Süchte, Ausschweifungen und Drogen investieren. Jede Sucht, jedes Verhaftetsein im Materiellen oder in Beziehungen und jedes Besitzergreifen führt zu Frustration und Leiden. Pan macht uns auch auf unsere übersinnlichen Fähigkeiten des Stirnchakras aufmerksam. Über das dritte Auge sind wir fähig zur Innenschau, zur Kunst der Alchemie, und es eröffnet uns eine Sicht in die Welt des Übersinnlichen.

Affirmation

In Freiheit und Freude erschaffe und geniesse ich die Dinge, die mein Leben bereichern.

Positiv

Wenn wir um unsere Kräfte und Fähigkeiten wissen, alles zu manifestieren und unser Leben in eigener Verantwortung und Selbstermächtigung zu gestalten, dann bewirken wir immer seltener Unfreiheit und Konflikte, sondern tragen zu unserem Wohl und dem aller Beteiligten bei. Wir entdecken, dass sich die wahre göttliche Kraft der Liebe in uns befindet, uns umgibt, führt und nährt. Dann brauchen wir andere Menschen nicht mehr zu besitzen oder eifersüchtig zu überwachen. Wir müssen nicht mehr um unser Geld kämpfen. Wir erkennen, dass das Glück nicht von äusseren Umständen abhängt, sondern von unseren eigenen Entscheidungen.

Negativ

Weil sich das EGO zu leicht mit dem Materiellen identifiziert, müssen wir wachsam sein, dass wir uns keine belastende Unfreiheit erschaffen. Materie bindet und macht uns abhängig, wenn wir ihr zu viel Gewicht beimessen. Aus Abhängigkeit entsteht Angst vor Mangel und die Illusion des Getrenntseins. Was uns Freude bringen sollte und zur Erhöhung unseres Daseins gedacht wäre, kann uns in Sucht und Abhängigkeit bringen. Zu den behindernden Aspekten gehören materieller Besitz, der uns ständig beansprucht, Statussymbole, ohne die wir uns nicht mehr wohl fühlen, Beziehungen, die uns in Beschlag nehmen oder an die wir uns ängstlich klammern, sowie zwanghafte Neigungen und Gewohnheiten, die uns versklaven. Alles, was unsere persönliche Integrität und Freiheit beschneidet, verursacht Leiden und die Verursacher sind wir selber – als Meister der Materialisierung.